Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB)
1. Geltungsbereich
2. Anmeldung und Vertragsabschluss
3. Zahlungsbedingungen
4. Abmeldung / Rücktritt durch Teilnehmer
- Bis 30 Tage vor Kursbeginn: Bearbeitungsgebühr von CHF 50.–
- 29 bis 14 Tage vor Kursbeginn: 50% des Kursgeldes
- Ab 13 Tagen vor Kursbeginn oder bei Nichterscheinen: 100% des Kursgeldes
5. Absage durch Veranstalter
6. Versicherung und Haftung
Versicherung ist alleinige Sache der Teilnehmer. Für ausreichenden Versicherungsschutz (Kranken-, Unfall- und Haftpflichtversicherung) sind die Teilnehmer selbst verantwortlich. Für Outdoor- und Survival-Kurse sind die Teilnehmer zudem zwingend verpflichtet, über eine ausreichende Deckung für Such-, Rettungs- und Bergungskosten (z.B. durch Gönnerschaft bei der Rega oder eine entsprechende Zusatzversicherung) zu verfügen. Der Veranstalter übernimmt in keinem Fall Kosten für Such- oder Rettungsaktionen.
Der Veranstalter führt die Kurse mit grösstmöglicher Sorgfalt durch. Die Haftung des Veranstalters für Sach- und Vermögensschäden wird, soweit gesetzlich zulässig, ausgeschlossen. Insbesondere wird die Haftung für leichte Fahrlässigkeit gemäss Art. 100 OR wegbedungen, soweit zulässig. Der Haftungsausschluss gilt nicht für Schäden aus Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit und nicht, soweit Art. 100 Abs. 2 OR im Einzelfall einer Wegbedingung der Haftung für leichte Fahrlässigkeit entgegensteht (insbesondere bei Personenschäden). Es wird keine Haftung für Diebstahl, Beschädigung oder Verlust von persönlichem Material übernommen.
Abgrenzung RiskG: Die angebotenen Outdoor-Kurse finden ausschliesslich ausserhalb des alpinen und absturzgefährdeten Geländes statt. Es kommen keine seiltechnischen Massnahmen zum Einsatz. Die Aktivitäten fallen ausdrücklich nicht unter das Bundesgesetz über das Bergführerwesen und Anbieten weiterer Risikoaktivitäten (RiskG).
Verpflegungsrisiko: Der Konsum von selbst gefiltertem Wasser oder selbst gesammelter Nahrung in der Natur im Rahmen der Kurse erfolgt ausschliesslich auf eigene Gefahr der Teilnehmer. Für gesundheitliche Folgen (z.B. Infektionen, Vergiftungen) wird jede Haftung im gesetzlich zulässigen Rahmen abgelehnt.
Medizinische Hinweise: Inhalte zu Erste-Hilfe-, Hygiene- oder Versorgungsthemen ersetzen keine ärztliche Behandlung und stellen keine medizinische Beratung dar. Die Anwendung erfolgt ausschliesslich auf eigene Verantwortung. Im Notfall: Sanität 144, Rega 1414.
Hardware-Komponenten: Soweit im Rahmen eines Kurses Hardware (z.B. LoRa-Nodes, Raspberry Pi, Solar-Komponenten) zu Selbstkosten weitergegeben wird, beschränkt sich die Gewährleistung auf eine etwaige Herstellergarantie. Eine darüber hinausgehende Gewährleistung wird, soweit zulässig, ausgeschlossen; zwingende gesetzliche Mindestrechte des Konsumenten (Art. 197 ff. OR) bleiben vorbehalten.
6a. Mitwirkungspflicht, Ausrüstung und Ausschluss
Die Teilnehmer verpflichten sich, den Anweisungen des Kursleiters Folge zu leisten und physische oder psychische Einschränkungen vor Kursbeginn unaufgefordert mitzuteilen. Der Veranstalter behält sich das Recht vor, Teilnehmer vor oder während des Kurses auszuschliessen, wenn diese die vorab kommunizierten Ausrüstungsanforderungen (z.B. taugliches Schuhwerk, Schlafsack mit ausreichendem Isolationswert) nicht erfüllen oder durch ihr Verhalten sich selbst, die Gruppe oder Dritte gefährden. In einem solchen Fall besteht kein Anspruch auf Rückerstattung des Kursgeldes.
7. Datenschutz und Bildrechte
Persönliche Daten werden streng vertraulich behandelt und nicht an Dritte weitergegeben, ausser dies ist für die unmittelbare Kursdurchführung zwingend notwendig. Entsprechend dem thematischen Fokus des Veranstalters auf Privatsphäre und OPSEC werden während der Kurse grundsätzlich keine erkennbaren Bild- oder Videoaufnahmen der Teilnehmer angefertigt oder veröffentlicht. Ausnahmen (z.B. für Werbezwecke) bedürfen der ausdrücklichen, vorgängigen und schriftlichen Einwilligung (Opt-in) der betroffenen Person.
8. Gerichtsstand und Anwendbares Recht
9. Anonyme Anmeldung (Ghost Protocol)
Signalfeuer ermöglicht eine anonyme Anmeldung über das Ghost Protocol. Folgende Bedingungen gelten:
Geldwäschereigesetz (GwG): Schulungsdienstleister sind keine Finanzintermediäre im Sinne des Geldwäschereigesetzes; für die Annahme von Kursgeldern (bar oder als Anzahlung) bestehen keine Identifikationspflichten nach GwG. Barzahlungen sind in der Schweiz für Schulungen zulässig.
Anzahlung: Anonyme Anmeldungen erfordern eine Anzahlung von 30% des Kursbetrags. Akzeptierte Zahlungsmittel: Monero (XMR), Bitcoin (Lightning), oder Bargeld per Post (A-Post Plus, blickdicht). Restzahlung am Kurstag in bar. Die Anzahlung ist bei Nichterscheinen des Teilnehmers nicht rückerstattbar. Bei Absage durch den Veranstalter (Ziff. 5) wird die Anzahlung vollumfänglich erstattet — die Rückerstattung erfolgt an die vom Teilnehmer benannte Wallet- oder Postadresse.
Quittung: Eine Quittung wird unter dem angegebenen Alias ausgestellt. Anonyme Alias-Quittungen erlauben dem Empfänger keinen Vorsteuerabzug und eignen sich nur für Privatkunden.
Burn Bag Protocol (physische Kurse): Bei Outdoor- und Scenario-Trainings muss der Teilnehmer am ersten Kurstag einen verschlossenen, blickdichten Briefumschlag mitbringen. Darauf steht aussen nur der Alias. Im Inneren: echter Name, Notfallkontakt (ICE), medizinische Informationen (Allergien), unterschriebener Haftungsausschluss. Der Umschlag bleibt während des Kurses ungeöffnet und versiegelt im Medic-Pack des Veranstalters. Wird er nicht im Notfall geöffnet, wird er beim Debriefing ungeöffnet retourniert und gemeinsam vernichtet ("Burn Bag"). Ohne diesen Umschlag ist eine Teilnahme an physischen Kursen nicht zulässig. Verweigert ein Teilnehmer die Übergabe des korrekten, den Vorgaben entsprechenden Burn Bags bei Kursbeginn, erfolgt aus Sicherheits- und Haftungsgründen der sofortige Ausschluss vom Kurs. In diesem Fall besteht kein Anspruch auf Rückerstattung der Kurskosten oder der Anzahlung.
Haftungsausschluss bei Pseudonym: Ein nicht im Burn Bag enthaltener, ausschliesslich unter Pseudonym unterschriebener Haftungsausschluss ist juristisch unwirksam. Die Burn-Bag-Pflicht dient daher dem Schutz beider Parteien.
Badge-Vergabe: Anonyme Teilnehmer erhalten am Kursende einen physischen Einmal-Code (z.B. SF-GHOST-9A7B3-X), den sie unter /redeem einlösen können, um ihre Badges freizuschalten.
10. Solidaritätsplatz
Pro Termin bietet Signalfeuer maximal zwei Solidaritätsplätze (bei 4–8 Teilnehmenden) zu einem reduzierten Preis (rund 50 % des Vollpreises) an. Diese Plätze richten sich an Menschen, die den vollen Kurspreis nicht oder nur eingeschränkt aufbringen können (z.B. tiefes Einkommen, prekäre Lebenssituation, Asyl- oder Sans-Papiers-Status).
Keine Begründung erforderlich. Eine kurze E-Mail an info@signalfeuer.ch mit dem gewünschten Kurs genügt. Wir antworten diskret und ohne Nachfragen.
Die Vergabe erfolgt nach Eingang und Verfügbarkeit. Vertraulichkeit wird zugesichert.
Solidaritätsplätze und Bundle-Rabatte sind nicht kombinierbar — entweder Bundle ODER Soli-Tier.